Arbeitskreis Wirtschaft und Politik

Im Arbeitskreis Wirtschaft und Politik setzen wir uns näher mit den wirtschaftspolitischen Themen unserer Region auseinander und uns im überparteilichen Austausch mit der Politik für die Belange der jungen Wirtschaft im Fichtelgebirge ein.

So werden - neben den regelmässigen AK - Treffen - Gespräche mit Politikern organisiert. Der AK Politik und Wirtschaft hat dabei auch die Aufgabe unsere Projekte (z.B. Fichtelgebirge 2050), Arbeitskreise und Ziele (z.B. Vereinbarkeit von Familie und Beruf) zu unterstützen. Darüber hinaus informiert der AK Politik und Wirtschaft für unseren Kreis über den Know How Transfer im Landtag und im Bundestag.

Michael Pfauntsch ist Leiter des AK Wirtschaft Politik. Wirtschaftspolitisch interessierte Junioren, die den Arbeitskreis unterstützen wollen, können sich gerne unter michael.pfauntsch@axa.de bei ihm melden.

 

Unsere Positionen zum Thema „Integration von Flüchtlingen“


Statt weiter über eine Willkommenskultur zu diskutieren, müssen wir endlich geeignete Strukturen für die Integration von Flüchtlingen in unsere Gesellschaft schaffen. Dazu gehört nicht zuletzt auch ein erleichterter Zugang zum Arbeitsmarkt. Hier muss die Politik die Integrationsleistung der Wirtschaft stärker unterstützen.

  • Flüchtlinge brauchen schnell Klarheit, ob sie in Deutschland bleiben können. Die Zeitspanne von der Registrierung in Deutschland bis zur Entscheidung über den Asylantrag muss deutlich kürzer werden. Neben dem Asylstatus müssen auch Qualifikationen frühzeitig geklärt werden. Daher sollten sich Flüchtlinge bereits nach der Registrierung in Deutschland bei der Bundesagentur für Arbeit als arbeitssuchend melden können.
  • Im Ausland erworbene Qualifikationen müssen schnell und unbürokratisch in Deutschland anerkannt werden. Teilanerkennungen für Segmente eines Berufs sowie individuelle Bildungspläne für den Weg zur Vollanerkennung müssen generell möglich sein. Nicht sinnvoll ist die Vorrangprüfung für Fachkräfte aus Deutschland oder den EU-Staaten gegenüber Flüchtlingen. Der bürokratische Aufwand dieser Regelung schreckt viele Unternehmer ab und erschwert dadurch die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Wir fordern die vollständige Abschaffung der Vorrangprüfung.
  • Um die Integration in Deutschland und die Chancen auf Beschäftigung zu verbessern, sollten alle Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive Deutschkurse besuchen dürfen. Schon in den Erstaufnahmeeinrichtungen sollten Flüchtlingen erste Sprachkontakte angeboten werden. Aber nicht alle Flüchtlinge werden allein durch Sprachkurse für den Arbeitsmarkt qualifiziert. Daher fordern wir für arbeitssuchende Personen mit Bleiberecht und Bildungsbedarf unter Einbindung privater Träger ein Qualifizierungsjahr. Flüchtlinge mit gesuchten Qualifikationen sollten hingegen unkompliziert aus dem Asyl- in ein Migrationsverfahren wechseln können.
  • Um die Chancen von Flüchtlingen auf einen Arbeitsplatz zu erhöhen, fordern wir Ausnahmen vom Mindestlohn, solange bis dieser komplett abgeschafft wurde. So sollten die derzeit geltenden Ausnahmen vom Mindestlohn für Langzeitarbeitslose auch für Flüchtlinge gelten. Damit würde der Lohn zum Beispiel gegebenenfalls fehlende Sprachkenntnisse oder eine längere Anlernphase abbilden.
  • Ehrenamtliche Helfer übernehmen oft staatliche Aufgaben. Ihr Engagement muss daher gefördert werden. Wir fordern die mögliche Geltendmachung des ehrenamtlichen Engagements für Flüchtlinge bei der Steuererklärung. Damit zeigt die Bundesregierung Respekt für den Einsatz der Bürger und ermutigt die Menschen auch weiterhin zu einer Willkommenskultur beizutragen.
  • Deutschland wird die Flüchtlingskrise nicht alleine bewältigen können. Die Europäische Union ist in der Pflicht, rechtssichere Regelungen zu schaffen und einheitliche Standards für die Asylverfahren der Mitgliedstaaten festzulegen. Wir fordern die Bundesregierung auf, sich in der EU für eine gesamteuropäische Lösung einzusetzen.